Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit verbinden

Meine Forderungen

  • Globale Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius begrenzen 
  • Deutschland bis 2045 klimaneutral machen 
  • Die ökologische Transformation zu einem „Jobmotor“ machen 
  • Mit den Menschen die Veränderungen einläuten. 
  • Soziale Herausforderungen und Klimaschutz verbinden 

Der Klimawandel ist eine Menschheitsaufgabe und schon lange nicht mehr nur das Thema einer Partei. Waren die Auswirkungen des Klimawandels für viele noch sehr weit weg, hat sich das spätestens mit der Flutkatastrophe und vielen Toten in Deutschland im Juli 2021 geändert: Die Folgen des Klimawandels sind plötzlich ganz nah, auch unsere Familien und Häuser sind betroffen. In den letzten Jahren brannte in Kalifornien eine Waldfläche in der Größe der Hälfte Baden-Württembergs ab. In Australien kann die Feuerwehr 2/3 eines ganzes Jahres Buschbrände nicht löschen und die Arktis schmilzt stetig weiter. Jede:r spürt und fühlt den Klimawandel. Jede:r weiß, dass gehandelt werden muss. Doch viele haben Angst, den hart erarbeiteten Wohlstand durch Verbote zu verlieren. Was, wenn man die Bedrohung aber als Chance sieht, über sich selbst hinauszuwachsen?

Für mich ist Klimaschutz kein neues Thema. Wir haben uns als SPD deshalb das Ziel gesetzt, Deutschland bis 2045 klimaneutral zu machen. Damit handeln wir im Sinne des Pariser Klimaabkommens und haben dieses mit dem Klimaschutzgesetz bereits in einen konkreten Fahrplan gegossen. Wir müssen die globale Erderwärmung auf möglichst 1,5 Grad Celsius begrenzen. Spätestens 2045 werden wir klimaneutral wirtschaften. Windkraft und Sonne sind unsere Energiequellen, unterstützt durch eine saubere Wasserstoffwirtschaft. Öffentliche Gebäude, Schulen und Supermärkte sollen Solarstrom beziehen und klimafreundliches Unternehmertum wird finanziell belohnt. Unternehmen sollen perspektivisch berichten müssen, welche Risiken ihre Tätigkeit für die Gesellschaft hat, so dass die Finanz- und Kapitalmärkte soziale und nachhaltige Unternehmen belohnen können. Wir sehen in dieser Jahrhundertaufgabe riesige Potenziale und eine hohe Dynamik für Stuttgart. Wir wollen die ökologische Transformation zu einem »Jobmotor« machen, indem wir die Industrie in Stuttgart bei diesen Prozessen begleiten und neue, sichere und gut bezahlte Jobs schaffen.

Klimaschutz ist für uns in Stuttgart nicht nur eine ökologische und technische, sondern auch eine soziale Herausforderung. So habe ich mit der SPD eine klare Vision vor Augen: Leben, Arbeiten und Wirtschaften hat spätestens 2045 keine negativen Auswirkungen mehr auf unser Klima. Die Energieversorgung Deutschlands basiert dann vollständig auf erneuerbaren Energien und auch unsere Gebäude werden effizient mit erneuerbaren Energien beheizt. Die Stuttgarter Industrie nutzt die Digitalisierung und ist auf den Weltmärkten weiterhin führend, gerade weil sie CO2-neutral produziert und Technologien exportiert, die die klimaneutrale Welt von morgen braucht. Auch beim Ausbau der Infrastruktur in Form von Ladesäulen für Elektroautos, Wasserstoffleitungen, Bahnstrecken und Stromnetzen, aber auch bei der Modernisierung von Wohngebäuden, Fabriken und Schulen müssen wir an Tempo zulegen.

Gleichzeitig müssen wir dafür sorgen, dass alle Bürger:innen bei diesen großen Transformationsprozessen mitgenommen werden. Die Kosten dürfen nicht allein von denen getragen werden, die über ein niedriges Einkommen verfügen. Deswegen unterstützen wir auch die Entwicklungen von Bürger:innenräten, die als Mediator zwischen Politik und Gesellschaft eintreten können. Wir werden es uns zur Aufgabe machen, neue Wege der unmittelbaren Beteiligung an staatlichen Entscheidungen zu gehen. Die Expertise der Menschen einzubeziehen, verbessert die Qualität der Entscheidungen, reduziert Kosten und erhöht die Akzeptanz.

Klar ist: Nur die SPD versteht den Klimaschutz auch als echte Chance für soziale Gerechtigkeit und stellt soziale Herausforderung in den Mittelpunkt.