Arbeit

Meine Forderungen

  • Sicherung der Arbeitsplätze durch Investitionen in Forschung und Entwicklung.
  • Weiterbildung und Qualifizierung durch die Unternehmen
  • Mindestlohn von 12 Euro 
  • Abschaffung der Sachgrundlosen Befristung 
  • Tarifverträge einfacher allgemeinverbindlich erklären 

Unsere Gesellschaft befindet sich im Wandel. Corona, der Klimawandel und die Digitalisierung sorgen auch in unserer Stuttgarter Industriemetropole für einen Umbruch. Gelegentlich ist hier in der Gegend der Spruch zu hören: »Wenn Mercedes hustet, bekommt die Region Stuttgart eine Lungenentzündung«. Er versinnbildlicht die große Abhängigkeit der Region von der Automobilwirtschaft.

Durch die vielen internationalen, gesellschaftlichen und ökologischen Veränderungen gerät die Branche zunehmend unter Druck. Auf der einen Seite hat der Konzern den Ruf eines sicheren und stabilen Arbeitgebers. Auf der anderen Seite gibt es aber weniger Festanstellungen und mehr befristete Verträge. Einerseits sprudeln Milliardengewinne, andererseits wird während der Corona-Pandemie Kurzarbeit angemeldet, was zu Lohnverzicht durch die Arbeitnehmer:innen führte. Dividenden werden ausgeschüttet, gleichzeitig werden die Tarifverhandlungen noch härter geführt. In diesem Spannungsfeld braucht es jemanden, der dafür sorgt, dass die Arbeitnehmer:innen nicht unter die Räder geraten.

Das beschriebene Lagebild ist kein Problem, das nur in Stuttgart existiert. Die gesamte Automobilwirtschaft ist mitten im Umbruch. Die Ursache erklärt sich mit der lange unbeantworteten Frage, welche Rolle das Auto mit Verbrennungsmotor in Zukunft noch spielen wird.

Damit wir auch noch morgen gute Arbeit haben, werde ich mich für die Sicherung unserer Arbeitsplätze einsetzen. Dabei muss der Wandel als Chance für neue nachhaltige Arbeitsplätze genutzt werden. Im Gespräch mit Michael Häberle, Betriebsratsvorsitzender des Mercedes-Benz-Werks Stuttgart-Untertürkheim, kommen wir beide zum Punkt: Es ist unentbehrlich, massiv in Forschung und Entwicklung zu investieren.

Die SPD will durch Investitionsanreize und Förderprogramme die Mobiltätswende aktiv gestalten, damit die Automobilwirtschaft Leitindustrie bleibt und die Zukunft der vielen kleinen und mittelständischen Zulieferer mit ihren Arbeitsplätzen gesichert ist. Ziel ist die massive Elektrifizierung des Verkehrs. 2030 sollen mindestens 15 Millionen PKW in Deutschland voll elektrisch fahren. Die Zukunft gehört den elektrischen Antrieben.

Klar ist aber auch, dass die staatliche Unterstützung keine Einbahnstraße sein kann und ausschließlich der Wirtschaft zugute kommt. Die Unternehmen müssen mehr Verantwortung gegenüber ihrer Belegschaft übernehmen.

Zum einen sind Weiterbildung und Qualifizierung essenziell, damit die Beschäftigten sich neue Tätigkeiten aneignen können. Zum anderen müssen Unternehmen stärker ausbilden, um gute Fachkräfte für die Zukunft zu haben. Zuletzt darf eines nicht aus dem Blick geraten: Profite müssen gerecht verteilt werden. Gewinne ausschütten, wenn man im gleichen Jahr Kurzarbeitergeld vom Staat erhält, das geht nicht.

Viele Jobs in Stuttgart sind hervorragend bezahlt und zukunftsfähig. Aber das gilt nicht für alle Arbeitsplätze. Wir setzen uns für gute Arbeitsbedingungen für alle ein. Dies umfasst gerechte Löhne, einen Mindestlohn von 12 Euro oder auch den gleichen Lohn für Leiharbeiter:innen wie für Festangestellte. Die Abschaffung der sachgrundlosen Befristung muss zwingend vorgenommen werden, damit die Menschen Sicherheit für ihre individuelle Lebensplanung haben. Da Tarifverträge für Stabilität in der Wirtschaft, aber auch gute Arbeitsbedingungen sorgen, sollen sich möglichst viele Unternehmen an Tarifverträgen beteiligen. Dabei soll es vereinfacht werden, Tarifverträge für allgemeinverbindlich zu erklären.