Kategorien
Pressemitteilung

Transformation mitgestalten!

Unter dem Motto „Transformation mitgestalten!“ hat Dejan Perc, SPD-Bundestagskandidat im Wahlkreis Stuttgart II und SPD-Kreisvorsitzender, am 16.7.2021 gemeinsam mit Dr. Sabine Zimmer, Mitglied im Aufsichtsrat der Daimler AG, diskutiert. Die Veranstaltung kann auf dem Facebook und YouTube-Kanal von Dejan Perc in voller Länge gestreamt werden.

Zu Beginn der Veranstaltung sprachen die beiden Gesprächsgäste über das „Lieferkettengesetz“, dass auch die Daimler AG als „Weltkonzern“ betrifft. Zimmer bezeichnete das Gesetz, welches auf Druck der SPD verabschiedet werden konnte, als „sehr notwendig“. Für Perc gehe es beim Lieferkettengesetz dabei nicht darum, „deutsche Standards zu exportieren“, sondern darum, Menschenrechte durchzusetzen. Zimmer betonte, dass sich die Daimler AG „sehr positiv“ bezüglich des Gesetzes geäußert hatte. Daimler wird von Zimmer dabei als ein „progressives Unternehmen“ bezeichnet, welches sich schon lange für Menschenrechte einsetzt. So hat Daimler beispielsweise im letzten Jahr eine „Wesenlichkeitsanalyse“ mit den wichtigsten Akteuren durchgeführt, um Schwachstellen im Bereich der Nachhaltigkeit und Mitbestimmung zu identifizieren. Solche Wesenlichkeitsanalysen können auch dabei helfen, Aspekte zu identifizieren, die für die Arbeitnehmer:innen verbessert werden können. So besteht bei der Daimler AG bereits seit fünf Jahren ein „Recht auf mobiles Arbeiten“. Durch solche Maßnahmen kann auch „die Kultur eines Unternehmens“ verändert werden. Zimmer und Perc fassten daher zusammen, dass Transformation nur „mit den Menschen, für die Menschen und für das Unternehmen“ gelingen kann.

In dem Talk wurde auch über die Auswirkungen der Digitalisierung gesprochen. Zimmer sah diese nicht nur als Möglichkeit der „Rationalisierung“, sondern auch als Chance. So werden durch die Digitalisierung neue, hochqualifizierte Arbeitsplätze geschaffen. Perc fasste diese „positiven Ausblicke“ zusammen und erkennt, dass für diese Veränderungen „ein kooperatives Miteinander“ benötigt wird. So müssen auch die Arbeitnehmer:innen bei den Transformationsprozessen beteiligt werden.

Abschließend diskutierten Zimmer und Perc darüber, wie Frauen in Unternehmen besser unterstützt werden können. Bei der Daimler AG wurden, so Zimmer, schon sogenannte „Zielkorridore“ festgelegt. Das Unternehmen hatte erkannt, dass es sich ein „gutes Unternehmen nicht leisten kann, auf gute Frauen zu verzichten“. Dennoch betonte Zimmer, dass andere Länder da bereits „weiter sind“. Zimmer forderte von der SPD daher, dass das Führungspositionen-Gesetz, welches bisher ein „zahnloser Papier-Tiger“ ist, auf mehr Unternehmen ausgeweitet wird. Perc erklärte, dass gerade in Sachen Gleichstellung noch „dicke Bretter zu bohren sind“ und weitergehende Maßnahmen bisher an der Union gescheitert sind. Grund sei, so Perc, dass das Thema Gleichstellungen bei den Unionsparteien noch nicht den Stellenwert hat, wie es notwendig wäre.